Unser CO2 Fußabdruck
Wir haben die nationalen Klimaziele für 2030 schon jetzt erreicht. Unsere CO2-Emissionen sind schon um 71 Prozent im Vergleich zu 1990 verringert.
Das Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) bildet den Rechtsrahmen für die bundesweiten Klimaschutzziele unter Einhaltung der europäischen Zielvorgaben. Es schreibt erstmals einheitliche und gesetzlich verbindliche Klimaziele sowie jährlich sinkende Emissionsmengen für die verschiedenen Sektoren vor. Mit der letzten Anpassung des Gesetzes im Jahr 2021 wurden die Zielvorgaben für weniger CO2-Emissionen angehoben. Mit der Änderung des Gesetzes hat sich auch das Minderungsziel für 2030 um zehn Prozentpunkte auf mindestens 65 Prozent im Verhältnis zu 1990 erhöht. Diese Zielvorgabe haben wir zum Anlass genommen, im Rahmen eines Pilotprojektes der Stadtwerke Halle eine umfassende CO2-Analyse aller unserer Immobilien durchführen zu lassen. Das mit der Erstellung der CO2-Bilanz beauftragte Beratungsunternehmen für Klimaneutralität und Energieeffizienz, Trianel GmbH, hat zunächst den Ist-Zustand erhoben und die dort ermittelten Werte mit Kennzahlen aus dem Jahr 1990 verglichen. Nur so können wir einschätzen, welche baulichen Maßnahmen und damit welche finanziellen Mittel wir für den Klimaschutz in den kommenden Jahren bis 2030 einplanen müssen.

Im Ergebnis können wir mit einigem Stolz berichten, dass wir bereits jetzt eine Reduzierung der CO2-Treibhausgase um 71 Prozent im Vergleich zu 1990 und damit die Klimaziele der Bundesregierung für 2030 erreicht haben. Zudem zeigen die Daten, dass auch der Wärmeverbrauch erheblich gesenkt werden konnte.
Auch wenn wir bereits die bis 2030 geforderte Reduzierung erreicht haben, arbeiten wir schon heute an umsetzungsfähigen Konzepten, um die im Klimaschutzgesetz verankerte Treibhausgasneutralität bis 2045 realisieren zu können.

Das CO2-Monitoring zeigte wenig überraschend, dass die Heizungswärme und der in den Wohnungen verbrauchte Strom die Hauptemissionsquellen unserer Genossenschaft sind. Wir sind froh, dass wir mit dem Ausbau der Fernwärme einen großen Schritt in die richtige Richtung gehen, um die CO2-Bilanz unserer Heizenergie zu verringern. Mit der Umstellung von Einzelkesselanlagen auf Fernwärme wird der Heizenergieverbrauch deutlich gesenkt, was wiederum zu einer durchschnittlichen CO2-Ersparnis von 44 Prozent führt.
Wir hören aber nicht auf, unsere Gebäude energetisch weiterzuverbessern, den Wärmeverbrauch zu reduzieren und im immer stärkeren Maße CO2-neutrale Energie einzusetzen.

Auch wenn im Vergleich unser Fuhrpark in unserer CO2-Bilanz nur einen geringen Teil von 0,19 Prozent ausmacht, stoßen wir überall Veränderungen an, um unsere Klimaziele zu erreichen. So fahren wir seit dem Sommer 2022 vollelektrisch durch Halle und Merseburg.

