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Zeit des Wandels

Das Ende der DDR - das Ende des Buna-Kombinates

Mit der Auflösung des wirtschaftlichen und politischen Systems der DDR konnte die enge Bindung zu den Buna-Werken nicht mehr aufrecht erhalten werden.
Das riesige Kombinat wurde Stück für Stück verkleinert, zum Teil stillgelegt, zum Teil an Investoren verkauft. Die neue Selbstständigkeit ermöglichte nunmehr jedermann eine Mitgliedschaft in der Genossenschaft.

Ein neuer Name wurde gebraucht

Durch den Wechsel des Trägerbetriebes ergab sich auch die Notwendigkeit eines neuen Namens. Die territoriale Ansiedlung unseres Bestandes an Wohnungen legte es nahe, die AWG Buna in Bau- und Wohnungsgenossenschaft Halle-Merseburg e.G. (BWG) umzubenennen und die- sen neuen Namen mit der Genossenschaft rechtlich zu verbinden.

 

Die Genossenschaft wird rechtlich auf neue Füße gestellt

Die Genossenschaft musste nun nach bundesdeutschem Genossenschaftsrecht weitergeführt werden. Grund und Boden wurde in das Genossenschaftseigentum überführt. Das Altschuldenhilfe-Gesetz kam zur Anwendung. Damit war verbunden, dass 15% unseres Wohnungsbestandes verkauft werden mussten.
Gleichzeitig konnten durch den Verkauf der Liegenschaften die Altschulden der Genossenschaft gesenkt werden. Die jährlichen finanziellen Belastungen zur Tilgung der Altschulden haben sich erheblich verringert.

Die Modernisierung konnte beginnen

Auf der anderen Seite hatten wir nun die Möglichkeit, unseren Wohnungsbestand zu sanieren. Dächer wurden gedeckt, Fenster ausgetauscht, Fassaden instandgesetzt und in weit über 2.000 Wohnungen wurden die Ofenheizungen durch moderne Heizungssysteme ersetzt. Insgesamt investierten wir seit 1993 über 117 Mio DM.

Stadtumbau - die nächste große Herausforderung

Wenn die ostdeutsche Wohnungswirtschaft im Jahr 2004 vor der großen Herausforderung des Stadtumbaues steht, so sind das die Folgeerscheinungen des wirtschaftlichen und demographischen Wandels der letzten Jahre in unserer Gesellschaft.
Da dies ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, muss es auch so gelöst werden. Der notwendige Abriss von Wohnobjekten, Schulen, Kindereinrichtungen und sonstigenEinrichtungen ist nur ein Teil der Lösung. Die weitere Aufwertung von erhaltenswerter Bausubstanz und Freiflächen bietet die Chance, den Stadtumbau erfolgreich weiterzuführen. Wie in der Vergangenheit werden wir uns am Stadtumbau beteiligen mit Abriss und Aufwertung.